Da durch das verbreitete Angebot die Preise recht niedrig sind, lohnt es sich sofort mehrere Pflanzen zu erwerben, um eine größere Gruppe zu bilden.
Bletilla striata ist einfach in der Kultur und wenig anspruchsvoll in Bezug auf den Boden. Selbst in "normalem" Lehm- oder Sandboden ohne weitere Aufbereitungen kann die Kultur gelingen. Trotzdem habe ich bei meinem schweren Lehmboden eine Dränage eingefügt und das Pflanzsubstrat durch mineralische Zusätze (Seramis, Sand) durchlässiger gemacht.
Eine vorsichtige Düngung mit Hornspänen und eine großzügigere Düngung mit Flüssigdünger wird mit reichlicher Blüte belohnt.
Einzig die Winterhärte ist kritisch. Es sind einige Klone im Umlauf, die Frost nur schlecht bis gar nicht vertragen. Aber auch bei den härteren empfiehlt sich eine sehr gute Abdeckung mit Vlies gegen Kälte und zusätzlich mit Noppenfolie gegen Nässe Pflegetipps > Winterschutz. Damit gelingt die Überwinterung dann aber auch sehr gut; selbst die sehr strengen und langen Winter 2008/2009 und 2009/2010 mit Temperaturen bis -18°C und mehrwöchigem Dauerfrost wurden bei mir problemlos überstanden.
Die Pflanzen werden ca. 35 cm hoch mit verhältnismäßig reichlichem Blattwerk. Bei meiner Sorte sind die Blätter gelblich gerändert, was nicht die Regel ist und die Gruppe auch außerhalb der Blüte optisch attraktiver macht.
Die Blüte beginnt ab Anfang Juni und dauert etwa 4 Wochen an. Auf Blattlausbefall sollte geachtet werden.
Die ersten Pflanzen dieser Art habe ich seit 1999 in der Kulter, damals drei Stück. Durch kräftige Vermehrung habe ich den Wurzelstock bereits 2002 ein erstes Mal aus der Erde genommen und teilen müssen, was keine Probleme beim Wiederanwuchs mit sich brachte. Eine weitere Teilung wurde Ende 2007 verbunden mit einem Standortwechsel in vollsonnige Lage fällig.
Die zuvor doch recht mäßige Blütenbildung konnte dadurch wieder deutlich gesteigert werden.Von Bletilla hatte ich noch eine weitere Art, Bletilla ochracea. Den Trieb habe ich im Herbst 2003 durch Zufall erwerben können und sogleich ausgepflanzt, wie bei den anderen Arten von mir ebenso praktiziert. Trotz eines sorgfältigen Winterschutzes ist ihr dies jedoch nicht gut bekommen. Sie trieb im Folgejahr erst Anfang August (!) wieder aus, im Jahr 2005 geschah dasselbe.
Danach habe ich das Rhizom aus der Erde genommen und die Pflanze im Topf gehalten, den ich entgegen meiner sonstigen Einstellung im Winter hereingeholt habe. Dennoch ist die Pflanze im Winter 2006/2007 ganz eingegangen.
Im Herbst 2008 habe ich zusätzlich noch ein Bletilla striata alba, eine weiß blühende Japanorchidee erworben. Die Pflanze hat erstmals in 2010 einige vereinzelte Blüten hervorgebracht. Leider habe ich bislang ein Foto von der Alba-Form versäumt.