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Zunächst sind die hell- bis dunkelrosa gefärbten, mit dunkelroten Adern durchzogenen Blüten, wie der Name schon vermuten lässt, überdurchschnittlich groß mit einem Durchmesser bis 12 cm. Die Triebe selbst bleiben jedoch mit einer Höhe von nur 20 - 40 cm verhältnismäßig kompakt und gedrungen, was zusammengenommen eine sehr reizvolle Kombination darstellt.
Ihr natürlicher Standort sind lichte Wälder von der Ukraine an ostwärts über Sibirien, China bis nach Japan. Sie liebt und benötigt kalkreiche Böden und leidet in hiesigen Wintern nicht unter Kälte (Herkunft!!), sondern eher unter zuviel Nässe bei aufgetautem Boden.
Obwohl sie in der Kultur als einfach gilt, habe ich bis heute eine Reihe von Rückschlägen mit dieser Art hinnehmen müssen.
Zwischen 2002 und 2004 habe ich insgesamt vier als ausgewachsen und damit als blühfähig beschriebene Rhizome erworben; mit der letzten Lieferung waren als "Zugabe" noch zehn Stück Sämlinge frisch aus der Zuchtflasche verbunden.
Die ersten beiden ausgewachsenen Rhizome gingen binnen kürzester Zeit ein, die beiden anderen kränkelten vor sich hin; sie trieben zwar seit 2004 regelmäßig aus, das Blattwerk war allerdings anhaltend fragil und an eine Blüte war nicht zu denken.
Im Herbst 2006 habe ich die Rhizome daher erneut aus der Erde genommen und in eine andere, durchlässigere und mit zusätzlichem Kalksplitt angereicherte Substratmischung gesetzt. 2011 kamen sie dann erneut wieder zur Blüte

Im Herbst 2008 ist dann noch eine C. macranthos v. alba, eine rein weiß blühende Abart, die ich in einen Kübel gepflanzt habe, dazugekommen, die sich bei der ersten Blüte 2011 als Cyp. x ventricosum entpuppte. Der Händler schickte zwar problemlos Ersatz, jedoch gilt es nun, auf dessen Blüte zu warten.
Die Kultur von Freiland-Orchideen kann eben auch ein Geduldsspiel sein.
