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Pflegetipps - Intro

- Tipps und Anleitungen zur Kultur von Freilandorchideen im Garten. -




Nachdem ich mich zunächst einige Jahre mit tropischen Orchideen-Arten beschäftigt hatte, begab ich mich 1998/1999 auf die Suche nach Bezugsmöglichkeiten von Freilandorchideen. Von Beginn an habe ich darauf geachtet, nur solche Arten zu erwerben, die eine ausreichende Winterhärte aufweisen, um tatsächlich ganzjährig im Freien verbleiben zu können, wenn auch teilweise mit Schutzmaßnahmen in der kalten Jahreszeit. (Deshalb auch nur drei der robustesten Pleione-Arten.) Heute habe ich etwa 30 - 35 Arten und Hybriden gepflanzt.

Hier  einige Tipps und Anleitungen für diejenigen unter Ihnen, die als Neueinsteiger über den Erwerb und die Kultur solcher Freilandorchideen im eignen Garten nachdenken:

Die verschiedenen Arten stellen teils stark voneinander abweichende Ansprüche in der Kultur und reagieren dementsprechend auf Pflegefehler auch unterschiedlich stark. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, muß zusätzlich innerhalb einer Art zwischen den weitaus anspruchsvolleren und damit schwierigeren Naturvorkommen einerseits und den Hybriden, die in der Regel toleranter in der Pflege sind, andererseits unterschieden werden.

Auf einer Skala von „schwierig“ bis „problemlos“ sind wegen der größten Gefahr von Ausfällen durch Kulturfehler an erster Stelle die verschiedenen Naturarten der Cypripedien zu nennen, auch wenn die Arten untereinander wiederum unterschiedlich tolerant sind. Etwas einfacher sind dann schon die Cypripedium-Hybriden, wobei hier beispielhaft die Kreuzungen "Gisela", "Michael" und "Ulla Silkens" als besonders robust im Vergleich zu anderen Cypripedien angesehen werden können.

Danach folgen nach meinen Erfahrungen einige Arten der Dactylorhiza, die ebenfalls insbesondere bei Neupflanzungen immer wieder von Ausfällen bedroht sind. 

Im Anschluß hieran sind die Pleione-Arten zu nennen, die speziell bei der ganzjährigen Freilandhaltung in den kalten und nassen Wintermonaten als kritisch angesehen werden müssen.

Hiernach können Bletilla striata und die Epipactis-Arten angesiedelt werden, die verhältnismäßig anspruchslos in Bezug auf den Boden sind, was besonders für die einheimischen Epipactis palustris und helleborine, aber auch E. gigantea gilt. Bletilla ist nur als etwas kritisch in Bezug auf Winter- bzw. Frosthärte anzusehen.

Am einfachsten ist schließlich die Gymnadenia, die wie E. gigantea und E. helleborine in fast jedem durchschnittlichen Gartenboden wächst, wenn sie dort nicht durch Überdüngung oder Arbeiten im Wurzelbereich gestört wird.

Für weitere Einzelheiten siehe die folgenden Seiten.